Die Initiative für Schulqualität Bildet Berlin! ist ein Verein, dessen Mitglieder und Unterstützer*innen es leid sind, tatenlos zuzusehen wie sich die Qualität der schulischen Bildung in Berlin durch eine mangelhafte Ausstattung der Schulen verschlechtert. Gute Schulbildung ist der Schlüssel für Integration und Arbeit.
 
Bildung ist die Zukunft dieser Stadt, deshalb: Bildet Berlin!
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Aktuelles

 

Unser Forderungskatalog als Vorschlag an die von der Bildungsverwaltung berufene Qualitätskommission

Die Berliner Bildungsverwaltung hat eine Qualitätskommission berufen, die die Eignung ihres Maßnahmenkatalogs überprüfen soll - frei nach dem Motto „Wenn Du nicht mehr weiterweißt, ...“.

Bildet Berlin! ist der Meinung, dass es zur Verbesserung der Berliner Schule keiner Qualitätskommission bedarf. Vielmehr haben Berlins Lehrerinnern und Lehrer bereits das erforderliche Know-How. Was diese brauchen, sind gute Rahmenbedingungen, um ihre Vorhaben zielgerichtet umsetzen zu können!

Gemessen am BIP gibt Berlin ca. 20% weniger für Bildung aus (hinter Bulgarien, Portugal, Spanien u.a.), als der OECD-Durchschnitt, Dänemark 25% mehr. Bildung ist in Deutschland Ländersache. Kein Bundesland kann sich hier hinter dem Bund „verstecken“. Es ist eine Frage des Berliner politischen Willens, wieviel vom Berliner BIP in die Berliner Bildung investiert wird. Vor diesem Hintergrund eine angeblich notwendige „Kostenneutralität“ ins Feld zu führen, entwertet den Berliner verfassungsbedingten Bildungsauftrag. Kostenneutrale Verbesserungen im pädagogischen Bereich sind nur sehr begrenzt möglich. Diese Grenzen sind in Berlin bezüglich der Fürsorgepflicht des Landes gegenüber der Aufrechterhaltung der Arbeitskraft seiner Beschäftigten seit langem weit überschritten: Eine Arbeitszeiterhöhung und eine immense Arbeitsverdichtung durch die Inklusion (Schreiben von Anträgen und Förderplänen), Vergleiche, Schulprogrammarbeit, MSA, Rahmenlehrpläne, Konzepte, Schulzeitverkürzung und im Rahmen der Schulstrukturreform die Anhe-bung der Klassenfrequenzen.

Im fundamentalen Widerspruch hierzu steht ein erheblich gestiegener Qualitätsanspruch.

Unsere Forderungen, die sich an die Qualitätsbereiche des Handlungsrahmens für Schulqualität anlehnen, haben wir Bildungssenatorin Scheeres und dem Leiter der Qualitätskommission Dr. Köller zugesandt:

erstellt am 20.10.2019, letzte Aktualisierung am 20.10.2019

 

Es müsste schon die E15 für angestellte Lehrer*innen sein!

Um die Benachteiligung angestellter Lehrer*innen gegenüber Beamten zu beseitigen, müsste man ihnen die E15 zahlen. Die durch die 2017 erstreikte Einführung einer 6. Erfahrungsstufe erreichte Reduktion der Benachteiligung wird 2020 durch eine höhere Steigerung der Besoldung wieder verloren sein.

In Berlin wurde zuletzt die Möglichkeit einer Rückkehr zur Verbeamtung von Lehrkräften diskutiert, um dem Lehrkräftemangel entgegenzuwirken und die Absicherung des Unterrichts mit ausgebildeten Lehrkräften sicherzustellen. Der Parteitag der SPD Berlin sprach sich zwar gegen eine pauschale Rückkehr zur Verbeamtung, jedoch für eine genauere Betrachtung verschiedener Möglichkeiten zur Beseitigung der Nachteile Angestellter gegenüber beamteter Lehrkräfte aus.

Wie haben daher unsere Modellberechnungen entsprechend des Tarifabschlusses vom März 2019 aktualisiert. Dabei haben wir zum Vergleich auch ein Einkommen als Angestellte(r) in der Entgeltgruppe 15 modelliert (im Diagramm blau).

Das Ergebnis: Um die heutige Benachteiligung angestellter Lehrkräfte zu beseitigen, müsste man sie in die Entgeltgruppe 15 eingruppieren. Diese Möglichkeit haben jedoch zunächst 2015 der ddb, 2017 dann auch GEW und ver.di durch Abschluss der Entgeltordnung für Lehrkräfte verhindert.

Was bleibt, ist die Möglichkeit, Zulagen zu gewähren. Diese müssten dem Umfang einer Höhergruppierung in die E15 entsprechen. Reizt man die in §16 (5) des TV-L vorgesehenen Möglichkeiten aus, so kann dies zumindest für ledige, kinderlose Lehrkräfte nahezu erreicht werden:

erstellt am 08.04.2019, letzte Aktualisierung am 20.10.2019

 

SPD beschließt Beendigung der Benachteiligung angestellter Lehrkräfte


Auf ihrem Landesparteitag beschloss die SPD Berlin am 30.03.2019, Maßnahmen zur Beendigung der Benachteiligung angestellter Lehrkräfte gegenüber verbeamteten Lehrkräften noch 2019 zu prüfen. Obwohl sich der Landesparteitag zuvor gegen eine pauschale Rückkehr zur Verbeamtung ausgesprochen hat, lässt der daraufhin angenommene Antrag Nachteile ausgleichen und Wettbewerbsfähigkeit Berlins im Kampf um beste Lehrkräfte sicherstellen die Verbeamtung als eine Option zu.

Wer nun gegen eine Rückkehr zur Verbeamtung argumentiert ist aufgefordert darzulegen, wie die Benachteiligung auf anderen Wegen konkret und zeitnah beseitigt werden kann!

erstellt am 31.03.2019, letzte Aktualisierung am 20.10.2019

 

Letzter Wille: Verbeamtung - Für Berlin sind diese Lehrerinnen und Lehrer gestorben!

Bildet Berlin! fordert: Die Benachteiligung angestellter Lehrer*innen in Berlin muss jetzt beendet werden

Berlin verliert durch die Nichtverbeamtung seiner Lehrer*innen 400 bis 450 Pädagogen pro Jahr. Im Zuge dieser erstmals bezifferten Zahlen spricht sogar die Senatsbildungsverwaltung von einer „plausible Größenordnung“. So hat Berlin alleine durch Kündigungen 2017/18 knapp 500 Lehrkräfte verloren. Darüber hinaus verlassen Jahr für Jahr Hunderte Lehrer nach dem Lehramtsstudium sowie nach dem Referendariat die Stadt.

Auch die jüngst abgeschlossenen Tarifverhandlungen 2019 werden daran nichts verbessern: Obwohl der Berliner Finanzsenator Kollatz die Verhandlungen auf Arbeitgeberseite geführt hat, wurde die Chance vertan, mit einer deutlichen Anhebung der Erfahrungsstufe 6 das Nettoeinkommen dem von Beamten anzupassen. Selbst die an den Verhandlungen beteiligte GEW Berlin bemängelt: „Angesichts des gravierenden Lehrkräftemangels im Land und der gärenden Verbeamtungsdiskussion wäre dies ein wichtiges Signal gewesen“. Nicht nur wird die von Angestellten erstreikte Erhöhung erneut pauschal auf die Beamtenbesoldung übertragen, Berlin legt bei der Erhöhung der Besoldung noch 1% oben drauf (bis die Berliner Besoldung den Durchschnitt der Besoldung anderer Bundesländer erreicht hat). Wir sagen dazu: „Thema verfehlt - Setzen! Sechs!“.

Bildet Berlin! ist der Auffassung, dass dieser Entwicklung – vor dem Hintergrund des eklatanten Mangels an Fachlehrkräften – mit der Verbeamtung entgegengetreten werden muss!

In stiller Trauer haben wir mit einer szenischen Beisetzung all derer gedacht, die von uns gegangen sind...



Bericht der Abendschau vom 14.03.2019

erstellt am 13.02.2019, letzte Aktualisierung am 20.10.2019

 

Berliner Schulen zeigen Haltung gegen das Denunziationsportal der AfD

Seit Oktober können vermeintlich AfD-kritische Lehrkräfte anonym auf einem Beschwerde-portal der AfD gemeldet werden. Bildet Berlin! hat daraufhin mit einem „Offenen Brief an die Berliner AfD“ Unterschriften an Schulen gegen das Beschwerdeportal gesammelt.

Das Ergebnis ist beachtlich: 1844 Unterschriften aus 123 Schulen!

Daneben haben Studierende, Eltern und Schüler*innen sich aus Eigeninitiative an der Aktion beteiligt und ebenfalls Unterschriften gesammelt.

Das Ergebnis ist vor allem deshalb ein klares Zeichen, da es Schulleitungen gab, die das Sammeln der Unterschriften untersagt haben. Außerdem sind viele Lehrkräfte stark verunsi-chert, was mit den Namen auf den Unterschriftenlisten geschieht, wenn diese der AfD über-geben werden. Es gab sogar Fälle, dass Lehrkräfte nachträglich wieder von den Listen ent-fernt werden wollten, da die Bedenken so groß sind. Aufgrund dessen werden die Unter-schriftenlisten nicht an die AfD übergeben.

Das Denunziationsportal der AfD stellt ein antidemokratisches Drohpotential dar, das der Einschüchterung und Verunsicherung aller an Schule Beteiligten dienen soll. Die Meldung von Lehrkräften im Netz stellt aus unserer Sicht außerdem eine Verletzung der Persönlich-keitsrechte dar und ist datenschutzrechtlich hoch problematisch.

Wir halten es für unerlässlich, dass sich Schule, d.h. die Lehrkräfte, die Schülerschaft und die Eltern, gegen diese Methode parteipolitischer Einflussnahme von außen zu verteidigen.

Darüber hinaus fordern wir das umgehende Abschalten des Denunziationsportals.


Presseberichte:

erstellt am 18.12.2018, letzte Aktualisierung am 18.12.2018

 

Offener Brief an die AfD Berlin

Bildet Berlin! unterstützt den Protest gegen die Beschwerdeplattform zur Meldung AfD-kritischer Lehrer*innen in Berlin

Berliner Lehrer*innen haben uns einen an den Berliner Landesverband der AfD gerichteten offenen Brief übermittelt, in dem sie die zuletzt von mehreren Landesverbänden der AfD eingerichteten Beschwerdeplattformen zur Meldung AfD-kritischer Lehrer*innen kritisieren und darauf beharren, in ihrem Unterricht die für eine Demokratieerziehung erforderlichen Diskurse zu führen.

Wir finden, dass noch viel mehr Lehrer*innen ihre Wahrnehmung des Auftrags zur Demokratieerziehung öffentlich bekunden sollten und haben Unterschriften zur Unterstützung des Anliegens gesammelt:


erstellt am 19.10.2018, letzte Aktualisierung am 20.10.2019

 

Anhörung zum Quereinstieg im Bildungsausschuss des Abgeordnetenhauses

Bildet Berlin! wurde im Bildungsausschuss des Berliner Abgeordnetenhauses zu unseren Positionen zur derzeitigen Praxis des Quereinstiegs in den Lehrerberuf in Berlin und unseren Forderungen zu einer Verbesserung der Bedingungen des berufsbegleitenden Referendariats zur Steigerung der Unterrichtsqualität angehört.

Die Sitzung ist auf der Webseite des Abgeordnetenhauses dokumentiert, darunter unsere Positionen und Forderungen bezüglich der Verbesserung der Bedingungen des berufsbegleitenden Referendariats sowie der Wortlaut der Anhörung.


erstellt am 23.11.2017, letzte Aktualisierung am 24.02.2019

 

Berliner Haushaltsabschluss 2018/19

Bildet Berlin! begrüßt die Entscheidung der Regierungskoalition, im Doppelhaushalt 2018/19 ca. 150 Millionen Euro zusätzlich für Bildungszwecke vorzusehen. Es ist ein Schritt in die richtige Richtung.

erstellt am 14.12.2017, letzte Aktualisierung am 17.03.2018

 

Bildungspolitischer Kongress der SPD am 12. September 2017

Bildet Berlin! zieht Bilanz:

Eigentlich kamen wir von Bildet Berlin! e.V. zusammen mit Schüler*innen, Landesschülervertreter*innen und vielen anderen Menschen aus der Praxis, um über das echte Schulleben zu berichten. Doch war von den Problemen der Praxis auf diesem Kongress gar nicht die Rede. Stattdessen wurden wir Zeug*innen einer Showveranstaltung im Rahmen des Bundestagswahlkampfs.

erstellt am 20.09.2017, letzte Aktualisierung am 17.03.2018

 

 
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